Die 10 größten Rechtsfehler beim Onlineshop-Start

10. Juli 2025

Die 10 größten rechtlichen Fehler beim Start deines Onlineshops – und wie du sie vermeidest

Du willst mit einem eigenen Onlineshop durchstarten? Dann solltest du nicht nur an Produktbilder und Zahlungsmethoden denken – sondern vor allem an die rechtlichen Stolperfallen. Denn schon kleine Fehler im Impressum oder bei der Widerrufsbelehrung können teure Abmahnungen nach sich ziehen. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die zehn häufigsten Fehler und wie du sie von Anfang an vermeidest.


1. Fehlendes oder fehlerhaftes Impressum


Viele Shopbetreiber vergessen wichtige Pflichtangaben wie Rechtsform, Registereintrag oder Umsatzsteuer-ID. Dabei ist das Impressum laut § 5 DDG verpflichtend – und muss vollständig, korrekt und leicht auffindbar sein.

A person is typing on a laptop computer with a robot on the screen.
A statue of a woman holding a pair of scales of justice.

2. Unsichere oder fehlende Widerrufsbelehrung


Ein häufiger Grund für eine Abmahnung! Deine Kunden müssen über ihr 14-tägiges Widerrufsrecht korrekt informiert werden – und das bereits vor Vertragsabschluss. Wir haben dir verschiedene Muster einer Widerrufsbelehrung der IHK verlinkt.

3. Unzulässige oder schlecht eingebundene AGB


Nicht jede AGB-Klausel ist erlaubt. Besonders gefährlich: selbst geschriebene Texte oder unpassende Vorlagen. Außerdem müssen deine AGB aktiv in den Kaufvertrag einbezogen werden – ein bloßer Link reicht nicht.

A magnifying glass with the word agb on it
A close up of a red cancel button on a keyboard

4. Kein Kündigungsbutton bei Abo-Modellen


Seit Juli 2022 Pflicht: Wer Verträge mit wiederkehrenden Leistungen anbietet (z. B. Fitness-Abos, Stromtarife), muss einen gut sichtbaren Kündigungsbutton im Shop haben – auch für bereits laufende Verträge.

5. Unklare Lieferzeitangaben


Angaben wie „bald verfügbar“ oder „in der Regel 3–5 Tage“ sind rechtlich unzulässig. Stattdessen: klare Fristen wie „Lieferung in 3–5 Werktagen“ – und bei Nichtverfügbarkeit sofort den Lagerstatus aktualisieren.

A group of people are sitting at a desk in front of a computer in an office.

6. Preisangaben ohne Steuern oder Versandkosten


Die Preisangabenverordnung (PAngV) verpflichtet dich zur vollständigen Transparenz: inklusive Mehrwertsteuer und nachvollziehbarer Versandkosten – alles direkt beim Produkt.

7. Datenschutzerklärung? Fehlanzeige!


Ohne gültige und gut sichtbare Datenschutzerklärung riskierst du Bußgelder. Deine Besucher müssen jederzeit wissen, wie ihre Daten verarbeitet werden – DSGVO-konform und gut erreichbar, z. B. im Footer.

8. Newsletter ohne Double-Opt-In


Ein klassischer Fehler: Newsletter ohne Bestätigungsmail. Versende Mails nur, wenn Nutzer ausdrücklich zugestimmt haben – per Double-Opt-In. Nur so bleibst du auf der sicheren Seite.

9. Fremde Bilder oder Texte übernommen


Produkttexte, Bilder oder Videos von anderen Webseiten einfach zu kopieren, kann teuer werden. Urheberrecht und Nutzungsrechte müssen immer beachtet werden – sonst droht eine Abmahnung.

10. Falsche Werbung mit Garantie oder Gewährleistung


„24 Monate Garantie“ klingt gut – ist aber heikel, wenn du nicht genau erklärst, was das bedeutet. Gewährleistung ist gesetzlich geregelt, Garantie hingegen freiwillig. Werbung damit darf nicht irreführend sein.

Fazit:

Rechtssicherheit ist kein Luxus, sondern Pflicht.

Ein Onlineshop braucht mehr als schöne Bilder und gutes Marketing. Wer sich rechtlich nicht absichert, riskiert teure Konsequenzen. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung und den richtigen Tools lässt sich ein rechtssicherer Shop einfach aufbauen. Du bist dir unsicher, ob deine Seite allen Anforderungen entspricht? Dann hol dir professionelle Unterstützung – bevor es teuer wird.

Laptop on a cafe table updating, hand on touchpad, cup of coffee, sunny outdoor setting.
27. August 2025
Veraltete Webseiten: Abschreckung statt Einladung In Zeiten, in denen Kunden fast ausschließlich online nach Dienstleistungen suchen, ist eine veraltete Webseite mehr als nur ein Schönheitsfehler – sie kann darüber entscheiden, ob ein Interessent zum Kunden wird oder nicht! Viele kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzen diesen Faktor. Doch der erste Eindruck zählt – und der entsteht heute fast immer digital. Eine alte Webseite wirkt schnell unübersichtlich, wenig vertrauenswürdig und schreckt potenzielle Kunden ab. Typische Probleme: Kein modernes Design – wirkt altmodisch und passt nicht mehr zum professionellen Anspruch. Schlechte Nutzerführung – Besucher finden Leistungen oder Kontaktinformationen nicht schnell genug. Fehlende mobile Optimierung – auf dem Smartphone ist die Seite schwer lesbar, obwohl inzwischen über 70 % der Nutzer mobil suchen. Technische Mängel – langsame Ladezeiten, fehlende Sicherheitszertifikate oder keine klare Struktur.
Hand, die zwei Spielfiguren auf verbundenen Plattformen hält, was Konflikt symbolisiert.
20. August 2025
Die EU hat die Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) abgeschaltet. Erfahre, warum sie eingestellt wurde, welche Fristen gelten und wie du Impressum, AGB & Co. jetzt rechtssicher anpasst.
A woman is typing on a computer keyboard with a speech bubble coming out of it.
22. Juli 2025
Mit der llms.txt-Datei kannst du deine Website für KI-gestützte Suchanfragen sichtbar machen. Erfahre, wie du Inhalte gezielt für ChatGPT & Co. vorbereitest und der Konkurrenz einen Schritt voraus bist.
A man in a suit and tie is sitting next to a robot holding a briefcase.
1. Juli 2025
Was Unternehmen beim Einsatz von ChatGPT & KI-Systemen beachten müssen: Rechtliche Pflichten, Datenschutz, Urheberrecht und die neue EU-KI-Verordnung – verständlich erklärt.
A group of people are sitting next to each other looking at their phones.
von Karolina Lasse 8. Mai 2025
Zusammenfassung Wer Reels auf Instagram postet, sollte die Safe Zones kennen: Oben, unten und links werden wichtige Inhalte schnell von Buttons überdeckt. Nur in der Mitte bleibt dein Content wirklich sichtbar. Plane deine Videos mit diesen Zonen im Kopf – so kommt deine Botschaft auch an!
von Charlotte Brückmann 19. Februar 2025
In der digitalen Ära ist es unerlässlich, dass Informationen und Dienstleistungen für alle zugänglich sind. Die Barrierefreiheit von Webseiten ist nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch eine Möglichkeit, die Reichweite deiner Online-Präsenz zu erweitern und ein inklusives Nutzererlebnis zu bieten.
A laptop and a tablet are sitting next to each other on a blue background.
von Charlotte Brueckmann 6. Februar 2025
In der Welt des digitalen Marketings ist die Verbindung von Social Media und Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich. Im Jahr 2025 stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen und Chancen, die es zu nutzen gilt. Hier erfährst du, worauf du achten musst.
Ein computergeneriertes Bild eines Globus, um den Geld fliegt.
von Charlotte Brückmann 23. Januar 2025
Seit dem 1. Januar 2025 traten in Deutschland neue Regelungen zur elektronischen Rechnungsstellung in Kraft. Diese Änderungen betreffen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). In diesem Beitrag erfährst du, was sich ändert und wie du dich darauf vorbereiten kannst.
Verschwommene Bilderwand mit vielen Bildern darauf.
von Charlotte Brückmann 23. Januar 2025
UGC-Videos bringen viele Vorteile mit sich. Welche das sind und welche Auswirkungen das auf dein Unternehmen hat erfährst du hier!
von Charlotte Brückmann 20. Dezember 2024
In der heutigen digitalen Welt ist eine Webseite mehr als nur eine Visitenkarte – sie ist das Herzstück deines Online-Auftritts. Aber wusstest du, dass deine Webseite auch wie ein Top-Mitarbeiter für dein Unternehmen arbeiten kann? Wir zeigen dir, warum deine Webseite einer der wichtigsten Faktoren für deinen Erfolg ist und wie du sie optimal nutzen kannst.
Mehr anzeigen